Gips ist ein mineralischer und nichtbrennbarer Baustoff (Baustoffklasse A1 nach DIN 4102). Im Brandfall finden die Flammen bei Gipsbauteilen keine
Nahrung - oder fachgemäß ausgedrückt: Gips erhöht nicht die Brandlast im Gebäude. Die chemische Formel von Gips lautetCaSO4·2H2O, Gips besteht aus Kalziumsulfat und Wasser (Dihydrat).
Die beiden Wassermoleküle sind nicht chemisch gebunden, sondern in die Zwischenräume der Struktur eingelagert und bilden einen Anteil von bis zu 20 Prozent am Gesamtbauteil.
Unter der Hitzeeinwirkung eines Brandes wird der Gips entwässert. Das Kristallwasser verdampft und entzieht dem Brand dabei Energie. Die homogen aus Gips bestehenden Wandbauplatten leisten
beispielsweise bei 100 mm Dicke dem Feuer drei Stunden Widerstand, ohne mitgeprüfte Steckdosen sogar vier Stunden!