Dichtgestoßen und vollfugig
Durch ihren einfachen und homogenen Aufbau ohne Unterkonstruktion sind Trennwände aus Gips-Wandbauplatten
wenig fehleranfällig und in ihrer fachgerechten Ausführung relativ einfach per Augenschein zu kontrollieren. Das wichtigste Qualitätskriterium ist, dass die Platten dichtgestoßen versetzt werden
und alle Stoß- bzw. Lagerfugen weitestgehend
vollflächig mit Gipskleber gefüllt sind. Beim Versetzen werden dafür die Stirnseiten und Lagerfugen satt mit Gipskleber
bestrichen und die Platten mit Hilfe von Nut und Feder press aneinander gesetzt.
Leichte Schläge mit dem Gummihammer sorgen für eine kraftschlüssige Verbindung und eine fluchtrechte Anordnung.
Der an den Fugen austretende Gipskleber wird nach leichtem Erhärten abgestrichen.
Trennwände aus Gips-Wandbauplatten werden mit waagerecht durchlaufenden Fugen errichtet. In der Regel beginnt jede zweite Reihe mit etwa einer halben Platte oder einem Plattenstück,
jedoch haben sich Kreuzfugen in der Praxis nicht als beeinträchtigend erwiesen. Die Platten können sowohl quer als auch hochkant eingebaut werden. Alle Zuschnitte
sind vor der Verarbeitung von Sägestaub zu befreien.
Am Deckenanschluss erleichtern Schrägschnitte an der Oberkante der letzten Plattenreihe das vollständige Füllen der
Anschlussfuge. Aber auch waagerechte Schnitte stellen keine Beeinträchtigung dar, sofern die Fugen staubfrei und vollständig
mit dem dafür vorgesehenen, besonders haftstarken und aufbrennsicheren Füll- und Zargengips gefüllt sind. Für die bauphysikalischen Eigenschaften,
speziell den Schallschutz der Trennwand, ist
die richtige Auswahl und die fachgerechte
Ausführung ihres Anschlusses an die angrenzenden
Bauteile von zentraler Bedeutung.
Der Anschluss kann grundsätzlich in drei Bauweisen elastisch, gleitend und starr ausgeführt werden.